1291 – 1812

1291

Ein Pfarrer „dominus Henricus de Ottendorff plebanus“ wird als Zeuge in einer Urkunde vom 24. Sep. 1291 genannt , es ist unklar,ob es sich um dasheutige Oettersdorf bei Schleiz oder Ottendorf bei Stadtroda handeltottendorff

1302

In einer Urkunde vom 24. Juni 1302 wird „dominus Harmodus plebanus in Otthensdorph“ u. a. als Zeuge genannt,aus den Namen der anderen Zeugen ist zu schließen, dass es sich eindeutig nur um Oettersdorf bei Schleiz handelt

1310

In einer Urkunde des Bischofs von Naumburg vom 22. Feb. 1310 wird Hartmudus in Ottensdorf noch einmal genannt

1325

werden zwei Zinsleute von Ottendorf dem Kloster zum Heiligen Kreuz bei Saalburg übergeben

1477

Holzmühle als Zwangsmühle der Herrenmühle in Schleiz unterstellt, wird erstmals erwähnt

1525

Am 6. Mai 1525 wurde im Bauernkrieg die Pfarrei in Oettersdorf von Bauern und aufgebrachten Bürgern aus Schleiz gestürmt und alles zerschlagen, zerbrochen und geraubt

1533  

bei der Kirchenvisitation wird der Pfarrer Johannes Bucklitsch „ungeschickt“ befunden und durch Uldaricus Stossel ersetzt

1596

bei der Reußischen Teilung wird das Vorwerk Oettersdorf mit der Schäferei dem Schlosse Schleiz zugeordnet Oettersdorf hat 63 Herdstätten, 49 herrschaftliche, darunter 16 Mannlehngüter

1618-48 

wechselnde Besetzungen durch kaiserlich/katholische und schwedisch/protestantische Truppen , Plünderungen und Seuchen führen zu einem starken Bevölkerungsrückgang und zur Verarmung, 1647 hat Oettersdorf noch 318 Einwohner

1706

durch Unvorsichtigkeit brennen 20 Bauerngüter und 12 Häuslerwohnungen, die Frau des Bauern Hanns Knoch und ihre zwei Töchter kommen ums Leben

1714 

am 26. Okt. stirbt die Landesmutter Johanna Dorothea verm. Gräfin von Plauen in Oettersdorf

1728

Das Kammergut und 2 Bauernhöfe brennen nach Blitzschlag ab

1746  

Am 17. August stirbt die Hochgeborene Comtesse Christiane Sophia, Tochter des Grafen und Herrn Heinrich XII in Oettersdorf

1756-63

Während des 7- jährigen Krieges hat der Ort außer den Sachleistungen an die durchziehenden Truppen ( Futter für die Gespanne, Verpflegung für Mensch und Tier) auch noch beträchtliche Geldbeträge aufzubringen

1806

Erstes Gefecht zwischen napoleonischen und sächsisch/preußischen Truppen, Plünderungen, 16 Bauernhöfe und 16 Kleinhäuser niedergebrannt, das für den Neubau der Kirche bereitliegende Bauholz wird von den Franzosen verbrannt

1811

Lazarett der geschlagenen Franzosen in Oettersdorf, wieder Plünderungen, Typhus eingeschleppt

1858

Das Taubstummeninstitut wird zunächst geschlossen, 1859 in Schleiz wiedereröffnet.

1866

Neubau von Schule , Pfarrei und Glockenturm der Laurentiuskirche